Mit den Ahnen kamen auch die ersten Druiden nach Runland, die wir heute die Eldre, die Älteren, nennen und mit ihrer Ankunft endete die Zeit des Zwielichts. Viel ist nicht mehr über sie bekannt, ihre Sprache und ihr Wissen sind verloren, so heißt es, lediglich ihre Runenschrift ist uns geblieben, sagt man, doch die Druidenzirkel wissen es besser. Wenig mag bekannt sein aus der alten Heimat im Osten hinter den Meeren, doch hier wie dort gibt es den Lauf der Dinge, den Tag, die Nacht und die Dinge dazwischen und die Druiden, die diesem Lauf folgen.

Fremdartig mag sie gewesen sein, die neue Heimat, jung und ungestüm, eine Welt in der das Zwielicht sich gerade erst legte und der erste Tag begann, mit der Ankunft der ersten Menschen. Die Götter gaben einem jeden seinen Platz und teilten die Zeit auf in den Tag, der neues Werk beginnt und die Nacht, die altes endet, in den Sommer, der das Leben schenkt, und den Winter, der es nimmt, und auch für die Dinge dazwischen, das Zwielicht, das Tag und Nacht verbindet, Leben und Tod, wo die Geister wandeln und durch das ein jeder gehen muss, für all dies gaben sie einen Platz und auch für die Eldre, die um den Lauf der Dinge wussten und deren Aufgabe es wurde über diesen zu wachen, so wie es schon in der alten Heimat war.

Die Eldre waren es, die das Wesen der neuen Heimat studierten und lernten es zu nutzen, die im Zwielicht wandeln konnten, das Band zwischen Menschen und ihren Schutzgeistern erkannten und die schließlich die ersten Zirkel gründeten und ihr Wissen weitergaben. Doch mehr noch waren sie sich der Aufgabe bewusst, die ihnen gegeben wurde, und sie erkannten die Gefahren ihres Wissen in die falschen Hände und so teilten sie es auf in die drei Zirkel, den Dagurs, den Gott des Tages, den Hugvaeris, der Göttin der Nacht, und den Undorns, den Gott des Zwielichts und den Hüter der Geister auf das sie für immer getrennt und doch gemeinsam ihr Wissen bewahren sollten. In der Stunde größter Not, so das Versprechen der Eldre, obläge es den Zirkeln ihr Wissen wieder zu vereinen und das Ganze zu erkennen, auf das es helfen werde jede Not zu überwinden.

Verloren mag seitdem vieles sein in den Zeitaltern, von denen das Buch der Jahre erzählt, in Zeiten von Unsicherheit und Krieg, aber auch von Wohlstand und Wachstum, in denen Rúnland zu dem wurde, was es heute ist, aber das Vermächtnis der Eldre hat diese Zeit überdauert und die Zirkel wissen darum, ein jeder zu gleichen Teilen.


Für alle Schriftgelehrten gibt es den Text hier noch als IT-Schrift in runländischen Runen, so wie wir ihn auf Runland III herausgegeben haben: