Die meisten Menschen in Rúnland glauben an die drei Götter des Lebenskreises:
Dagur, den Gott des Tages, der Sonne, der Wärme, des Feuers, der Taten und der Rastlosigkeit.
Hugvaeri, den Gott der Nacht, der Dunkelheit, des Schattens, der Kälte, des Wassers, der Ruhe und der Rast.
Undorn, den Wächter des Zwielichtes, des Totenreiches. Er ist Herr über Geburt und Tod, Anfang und Ende. Er ist das Bindeglied, welches den Lebenskreis zusammenhält.
Es wird regelmäßig zu Dagur oder Hugvaeri gebetet, oder ihnen Gaben dargeboten um sie milde zu stimmen. Zu Undorn wird nur bei der Geburt eines Kindes oder dem Tod eines Freundes/Verwandten gebetet. Ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken bringt Unglück. Viele Rúnländer bewegen sich nicht durch das Zwielicht - die Morgen- und Abenddämmerung - wenn es sich vermeiden lässt. Sie befürchten, sonst die Aufmerksamkeit Undorns auf sich zu ziehen. Ein im Zwielicht geborenes Kind hingegen gilt als besonders gesegnet. Die Toten werden auf Rúnland im Abendgrauen verbrannt. Danach gibt es ein großes Fest, bei dem mit Liedern an die Taten des Verstorbenen erinnert wird.
Die Druiden sind die Bewahrer des Glaubens und stehen im Kontakt mit dem Zwielicht, das nicht nur die Domäne Undorns, sondern auch die der Geister ist. Sie übernehmen oftmals die Rollen von Heilern und Lehrern in den Dörfern und leben teilweise als Berater eines Hersir in dessen Heim. Andere leben in kleinen Gemeinschaften im Wald. Sie alle genießen hohes Ansehen auf der Halbinsel.
Es gibt viele heiligen Stätten in den Wäldern Rúnlands. Sie werden von den Druidenwächtern bewacht. Mit einer Ausnahme: Der großen Thingstätte in Askurhall. Sie wird von der Leibwache des Königs bewacht.
Junge Menschen in Rúnland steht im späten Kindesalter ein Ritus bevor, der von einem Druiden geleitet wird. Dieser ist von Region zu Region unterschiedlich. In manchen Regionen ist das ein Ritual der Namensgebung, in anderen wird der junge Mensch an einen Schutzgeist gebunden.
Wichtige Feiertage sind Midwinter/die längste Nacht (Hugvaerifest) und Midsommer/der längste Tag (Dagurfest)
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